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Hier dreht sich was, aber doch mit Strom, oder ?!

So, oder so ähnlich kam die Frage am Pfingstmontag an unserer Bockwindmühle sehr häufig von Besuchern, die das erste mal vor Ort waren. Die acht Müller und ihre neun Auzubis, die sich auch zum Tag der Tage in die Theorie eingearbeitet haben, konnten diese Frage aber mit einem deutlichen NEIN beantworten. Wenn sich hier was dreht, so ausschließlich durch Mutter Natur. Auch alle anderen Fragen rund um die Mühle konnten fachkundig durch unsere Fachleute, zu denen auch wieder einmal unsere Chefausbilder Martie te Brake aus Bredevoort gehört, beantwortet werden. Der Mahlgang lief zwischndurch auch mit und die Besucher konnten Mehlstaub gratis erleben.

Rund um die Mühle wurde wieder einiges geboten. Kaffee-, Kuchen- und Grillstand waren den ganzen Tag dicht umlagert, die Brote aus dem Steinofen waren der Renner, genauso wie unser Vollkornmehl aus eigener Produktion. Der Korbflechter Josef Knuf war fast ausverkauft, Beim malen mit Lisanne für die Kinder war gut zu tun, die alten Erntemaschinen waren der Hit, besonders, wenn die Motoren angeschmissen wurden und lostuckerten.

Das Wetter war ein Gedicht und spielte uns natürlich in die Karten, sodaß der Tag ein voller Erfolg war. Ein Dank gilt natürlich allen, die an diesem Tag geholfen haben. Ohne ehrenamtliches Engagement vieler Helfer sind solche Tage nicht zu stemmen, und wir freuen uns nun auf ein Wiedersehen beim Erntefest an der Mühle welches in diesem Jahr am 17.09.2017 stattfindet.

Autor: Christian Rottstegge, Weseker Mühlenverein

Müllerprüfung bestanden !

Nach gut zweieinhalb Jahren, und mehreren hundert Stunden intensiver Übungsarbeit mit und ohne unseren Ausbilder Martie te Brake aus Breedevoort, in Theorie und Praxis, haben die acht Azubis ihre Zeugnisse von ihrem nicht minder stolzen Ausbilder bekommen.

Nun sind wir losgesprochen und gehören der deutschen Gilde der freiwilligen Müller an. Alle haben die Prüfungen in Theorie und Praxis mir Bravour bestanden. Jetzt heißt es weiterhin üben, üben und üben um das Gelernte zu festigen und in Fleisch und Blut übergehen zu lassen.

Die Lehrgangsinhalte waren weit gestreut: Neben den vielen verschiedenen Segelarten je nach Wind, Wetter und Wolkenkunde, Kennenlernen der vielen verschiedenen Mühlenarten, Erlernen der handwerklichen Tätigkeiten wie Seile vernähen, Mahlsteine schärfen, Knotentechniken, und natürlich was kann man wann vermahlen und wie muß es nachher aussehen. Exkursionen zu vielen anderen Mühlen in Holland gehörten ebenfalls dazu. Man will ja auch über den Tellerrand hinausschauen, und sehen wie es woanders läuft.

Nun können wir dem interessierten Besucher und der Besucherin sowie auch Kindern und Jugendlichen das Mühlenwesen und seine ganze Vielfalt näher bringen und vielleicht den ein oder anderen mit dem Virus anstecken und als neues Mitglied begrüßen.

Die nächste Aktion an der Mühle ist der Erntetag am 18.09.2016 mit einem tollen Rahmenprogramm.

Autor: Christian Rottstegge, Weseker Mühlenverein